Klappe 1: Start Erasmus+ Filmprojekt

Monitor mit Interviewfragen

Der erste Drehtag ist bereits rum und die ersten Aufnahmen mit den ehemals Ausreisenden des Erasmus+ Projektes sind im Kasten. Die Studierenden der Oberstufe waren im Herbst 2018 für ihr zweites Praktikum für sechs Wochen im Ausland und konnten jetzt mit einem halben Jahr zeitlichem Abstand ihre Erfahrungen in die Kamera sprechen. Anhand eines Leitfadens wurden Highlights und Herausforderungen benannt, Tipps für die nächste Generation gegeben, aber auch Bilanz gezogen. Ziel des Projektes ist ein Image-Film über Erasmus+ für die Fachschule für Sozialwesen und alle Auslandsinteressierten.

Um ein möglichst breites Spektrum an Perspektiven, Themen, Meinungen und Erlebnissen abzudecken, wurden für das Projekt auch schon die Auslandsreisenden der Unterstufe mit einbezogen. Sie erstellten in Vorschau auf ihre kommenden Auslandsaufenthalte eine Mind-Map zum Film, so dass sich daraus ein Filmskript ergibt. In den nächsten Monaten können sie die Filmarbeiten konkret mit gestalten, werden nicht nur interviewt sondern nehmen die Kameras selbst in die Hand und entwickeln prozessorientiert, methodisch und inhaltlich das Filmprodukt entsprechend ihren Ideen und Sichtweisen weiter.
Herr Kramß führt die Filmarbeiten an und steht dabei in enger Kooperation mit der Schule, den Studierenden und weiteren Kooperationspartnern, die die Umsetzung des Projektes und die Fertigstellung des Filmes in voraussichtlich einem Jahr ermöglichen. Wir sind gespannt, was hinter her bei raus kommt.

Jürgen Kramß bei den Vorbereitungen

Am Set: Interviews der Studierenden

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos und Text: A.Hüther

 

Klappe 2: Fortsetzung Erasmus+ Filmprojekt

Kurz vor den Sommerferien fand noch der zweite Drehtag statt. Nun waren die Studierenden der Unterstufe an der Reihe, die ihr zweites Praktikum für sechs Wochen im Ausland im Herbst 2019 absolvieren werden. Fast alle äußerten sich offen vor der Kamera und antworteten auf die beiden wesentlichen Fragen:
- Welches ist Ihr persönlich wichtigstes Motiv, sich für ein Praktikum im Ausland zu entscheiden?
- Welches sind für Sie die größten Herausforderungen, wenn Sie an die Vorbereitungen auf das Praktikum und an die Zeit des Praktikums selber denken?

Studierende beim InterviewStudierende beim Interview

In Ergänzung zu „Klappe 1" ist bemerkenswert, dass die Studierenden sehr engagiert das Filmkonzept mitgestaltet haben, sich auf den Filmprozess und die damit verbundene Mehrarbeit sowie unterrichtliche „Störungen“ eingelassen haben, dass sich bislang fast alle vor die Kamera trauen und dass in einem unaufgeregten Castingprozess von acht Interessenten und Interessentinnen am Ende zwei Protagonisten gefunden werden konnten, die durch den Imagefilm führen werden.

Studierende beim InterviewStudierender beim Interview

Vor dem Praktikum werden an einem Nachmittag noch Szenen zu wichtigen Stationen der Vorbereitung gedreht, deren Relevanz von den Studierenden zuvor per Fragebogen gewichtet wurde. Die beiden Protagonisten werden zusätzliche Szenen drehen und alle Studierenden an einem Workshop zu Bildgestaltung und Kameratechnik teilnehmen, weil sie im Ausland den kompletten Filmprozess in eigener Regie führen werden. Nach dem Praktikum kommen im Dezember und Januar noch weitere Sequenzen hinzu. Herr Kramß wird die Filmarbeiten auch weiterhin anführen und dabei in enger Verbindung mit den Studierenden, der Schulleitung und der technischen Unterstützung des Projekts stehen. Wir dürfen auf das Ergebnis gespannt sein im neuen Jahr!

 

Klappe 3: Fortsetzung Erasmus+ Filmprojekt

Auch im neuen Schuljahr geht es mit dem Filmprojekt zügig weiter und es werden weitere Aufnahmen mit den im Herbst ausreisenden Studierenden der Fachschule erstellt. Der Drehplan zu den Vorbereitungen der Auslandspraktika veranschaulicht die inhaltliche Struktur und die technischen Abläufe der Filmproduktion sehr anschaulich.

Klappe 4: Erasmus+ Filmprojekt - ein voller Drehtag im Unterricht

Trotz Hitze und mit großer gemeinsamer Anstrengung wurden am Freitag 11 Szenen für den Film in der Schule gedreht. Hierzu inszenierten die Studierenden unterschiedliche Unterrichtsmomente der Vorbereitung für das Auslandspraktikum auf Basis ihrer realen Erfahrungen: Bewerbungsgespräche, der Spanisch-Unterricht, der Umgang mit Ängsten, die Arbeit in den Ländergruppen, die Auseinandersetzung mit dem Bildungssystem des bereisten Landes sowie Beratungs- und Interviewszenen waren Teil der Aufnahmen vor jeweils passender Kulisse und in unterschiedlichen Settings. Die Umbauarbeiten erfolgten zügig und alle Teilnehmer*innen hielten sich an die Regieanweisungen sodass manche Szene tatsächlich nur ein Mal gedreht werden musste; andere Szenen wurden mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen, verschiednen Protagonisten, variierenden Texten mehrfach inszeniert, um später die besten Filmmomente auswählen zu können.

Klappe 4 FilmdrehKlappe 4 Filmdreh

Klappe 4 Filmdreh

02.09.2019 Text: A.Hüther, Fotos: Studierende

Klappe 5: Kamera läuft .... Filmprojekt zu den Auslandspraktika in der Fachschule für Sozialwesen an der Käthe-Kollwitz-Schule

Wir, 17 Studierende der Fachschule für Sozialwesen, fahren dieses Jahr für unsere beruflichen Praktika ins Ausland und dokumentieren unsere Erfahrungen dazu auch per Film. Bereits die Vorbereitungen zur Umsetzung der sozialpädagogischen Praktika im Herbst 2019 werden filmisch festgehalten und die ersten Szenen sind im Kasten: Verträge ausfüllen, Beratungsmomente, das Ausfüllen der Europass-Lebensläufe, die Besprechung von eigenen Ängsten, aber auch der Spanischunterricht und die Einarbeitung in die jeweiligen Länderkulturen (Lettland, Spanien, Rumänien, Finnland, USA und Irland) sowie Bildungssysteme sind bereits gefilmt. Wir haben zum besonderen Highlight der Vorbereitungen, dem Citybound-Seminar in Prag, eigenes Filmmaterial beigetragen. Herr Kramss leitet als professioneller Hobbyfilmer und ehemaliger Lehrer der Käthe-Kollwitz-Schule das Filmprojekt. Er wird dabei vom interkulturellen Lehrkräfte-Team des Erasmus+ Projektes vor Ort unterstützt. Grundsätzlich sind wir im Projekt federführend, denn wir legen Inhalte, Settings und Drehpläne in Absprache mit Herrn Kramss fest und sortieren Filmmaterial selbst aus. Julia Lange und Daniel Butzke führen durch den Film und Daniel stellt fest: „So ein Filmprojekt ist aufwendig, aber macht auch viel Spaß. Manche Szenen müssen mehrfach gedreht werden und alles muss sehr kurz und knackig sein.“ Julia ergänzt: „Damit die zukünftigen Studierenden einen guten Eindruck von den Vorbereitungen erhalten, aber auch nicht von unnötigen Informationen überfrachtet werden, sind Kürzungen unvermeidlich – soll ja ein Imagefilm werden.“ Zusätzlich werden aber auch einzelne Länderfilme erstellt. Das Material dazu nehmen wir in den von uns bereisten Ländern dann während der Praktika auf. Wir wollen dabei die Länderkulturen, aber auch die Einrichtungen und die Arbeit mit den Kindern darstellen. Zur technischen Unterstützung nehmen wir noch an einem Video-Workshop zum Filmen mit Handy teil. Alle sind schon sehr gespannt auf die Produkte, die ab Frühjahr 2020 auf der Homepage der Käthe- Kollwitz-Schule veröffentlicht werden. Erste Interview-Szenen zur den Erlebnissen der zuletzt ausgereisten Generation sind dort bereits unter Erasmus+ Filmprojekt / Klappe 4 / Erfahrungen im pädagogischen Auslandspraktikum verfügbar.

Text: Studierende der Auslands-AG Diversität und Identität, KKS, Sept. 2019

Klappe 6: Schuss und Gegenschuss – der Video-Workshop

Die Studierenden kommentieren den 6-stündigen Video-Workshop an der Käthe-Kollwitz-Schule aus verschiedenen Blickwinkeln: Sina berichtet: „Wir haben heute bei unserem Video-Workshop ausprobiert, wie man mit einem Gimbal ordentlich filmt und was es dabei zu beachten gibt.“ Nelly war im ersten Teil frustriert, weil die App nicht richtig funktionierte und es eine Weile dauerte bis alles geladen war, aber mit einem zweiten Versuch hat es schließlich geklappt. Isabelle ergänzt: „Die vielen Erklärungen waren anfangs überflutend, aber die Umsetzung in die Praxis war dann doch leicht und hat sehr viel Spaß gemacht; es hat auch mein Interesse, mehr zu filmen, geweckt.“ Carola meint: „Es war sehr informativ und wir konnten viel ausprobieren – mit so einem Handy kann man eine ganze Menge machen.“ Hilfreiche Tipps, z.B. Bewegungen reduzieren, den Weiß-Abgleich oder Nahaufnahmen über die Schulter zu erstellen, tragen zur Qualität der Clip-Erstellung bei. Daniel merkt sich den Spruch „Hälst du quer, siehst du mehr“ und Luisa erinnert sich an den Begriff der Handlungsachse. Jeder filmische Schuss sollte mit einem Gegenschuss versehen werden; z.B. das Durchschreiten einer Tür wird von hinten bzw. außen und von vorne bzw. innen gefilmt. Am Ende wurden aufgenommene Filmszenen mit einem Schnittprogramm exemplarisch bearbeitet und der erstellte Kurzfilm mit Spannung angeschaut.

Film Workshop 01 Film Workshop 02

Film Workshop 03

Klappe 7: Zurück aus dem Ausland mit vielen Aufnahmen für die Präsentationen

Am 28. November 2019 präsentierten die Studierenden ihre Praktikumserfahrungen aus den Praxisstellen im Ausland in der Schulgemeinde der Käthe-Kollwitz-Schule. Wieder dabei war auch Herr Kramß mit seiner Kamera, denn diese ersten Reflexionsmomente sollten festgehalten werden, auch, wenn dies die Studierenden noch zusätzlich nervös machte. Allerdings sagte eine Studierende auch: „Ach, inzwischen haben wir uns schon an die Kamera gewöhnt und ich bin gar nicht mehr so aufgeregt deswegen.“ Umso besser, denn zwei Präsentationen wurden komplett gefilmt und weitere wurden per Fotos dokumentiert. Bereits in der Reflexionswoche begann auch die Auswahl der Szenen für den Imagefilm und die jeweiligen Länderfilme.

Vorstellung der Praktika an der KKSVorstellung der Praktika an der KKSVorstellung der Praktika an der KKS

Klappe 8 Erfahrungen und Bilanzen

Im Januar 2020 trafen sich erneut alle Auslandsreisenden mit Herrn Kramß, um für die Länderfilme einzelne Szenen zu erstellen und damit auch ein persönliches Statement abzugeben. Anhand von fünf Leitfragen wurde der eigene Aufenthalt nochmals zusammenfassend bilanziert. Hier einige Aussagen dazu:

Die Einrichtung hat mir gut gefallen, auch, dass die Kinder viel draußen sind, obwohl das nicht so Irland-typisch ist, wie mir gesagt wurde und das war eine gute Erfahrung.“ (Justine, Kiga Strawberry Hill, Cork, Irland)

Ich fand es spannend in den Unterricht reinzugucken.“ (Nelly, BNS, Cork, Irland)

„Mir ist besonders aufgefallen, dass fast schon eine familiäre Atmosphäre in der Schule geherrscht hat und sie trotzdem den Balanceakt zwischen Professionalität und einer gewissen Lockerheit sehr gut hinkriegen, meiner Meinung nach.“ (Daniel, Intern. Schule Riga, Lettland)

Das Team in meiner Einrichtung war sehr herzlich und ich fühlte mich auch wirklich ernst genommen, nicht nur wie eine Praktikantin sondern wirklich wie ein Mitglied vom Team.“ (Isabelle, Star Academy Tampere, Finnland)

Unsere Wohnung befand sich am Strand, das war ganz schön...“ Merve, Valencia, Spanien)

Für mich war das Praktikum die schönste Erfahrung die ich bis jetzt machen konnte.“ (Tonja, Sunshine Daycare, Tampere, Finnland)

Ich bin durch das Auslandspraktikum selbstsicherer und selbstständiger geworden und habe für mich gelernt, nicht auf andere angewiesen zu sein und die Sache einfach in die eigene Hand zu nehmen ....“ (Merve, Valencia, Spanien)

Außerdem haben die Studierenden im Ausland fleißig gefilmt, ihre mitgebrachten Aufnahmen sondiert und auf eine externe Festplatte überspielt, so dass sie nun weiter filmisch verarbeitet werden können. Dazu braucht es eine Menge Zeit, denn: „Das Schneiden und Zusammenstellen der einzelnen Szenen für den Imagefilm und die jeweiligen Länderfilme nimmt den größten Teil der Arbeitszeit in Anspruch und ist durchaus eine Herausforderung aufgrund der Fülle des Materials,“ betont Herr Kramß. Warten wir es ab .....

Aufnahmen zum FilmprojektZurück an der KKSzurück an der KKS

Text: A.Hüther, Fotos: J.Kramß, A.Hüther und Studierende; 20.01.2020

 

Klappe 9 Tonaufnahmen und Feinschliff

Julia und Daniel nahmen einen weiteren Termin mit Herrn Kramß wahr, um für die Filme passende Tonaufnahmen zu erstellen. Sie sind die Hauptsprecher*innen und führen durch die Filme, geben Einleitungen und sprechen kurze Interviewszenen. Auch eine professionelle Sprecherin, Victoria Schmidt, vom Schauspiel in Marburg wurde für die Texte herangezogen und konnte das auditive Spektrum zur Begleitung und Untermalung des Visuellen bereichern. Die exakte Abstimmung von visuellen Eindrücken,O-Ton-Aufnahmen, inhaltlichen Botschaften und Sprechsequenzen ist dabei eine Herausforderung und geht nicht ohne technische Hilfen und stete Korrekturen. Immer wieder muss dafür auch die Zuschauerperspektive eingenommen werden; zentrale Aussagen werden nochmals gekürzt oder umgestaltet und Hintergrundgeräusche dürfen Sprechsequenzen nicht überlagern. Aber ein Ende der aufwändigen Filmarbeiten ist mit diesem Feinschliff nun in Sicht.

Nachvertonung der AufnahmenTonaufnahmeEinblick in die Studioarbeit

(Text und Fotos: Hüther / Kramß)

Klappe 10 Ergebnisse und Reflexion

Im April 2020 reichte Herr Kramß seine Filmprodukte ein und sie können nun auf der Homepage von allen Interessierten eingesehen werden; ein Imagefilm und 5 Länderfilme sind entstanden. Alle Projektbeteiligten und auch die Schulleitung sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Geben auch Sie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne eine Rückmeldung dazu. Ein Filmbeispiel finden Sie hier:

Weitere Filme finden Sie hier.

Das Filmprojekt wurde durch eine kleine Evaluation abgeschlossen und die Studierenden konnten sich anonym äußern; einige Aussagen werden hier exemplarisch zu Herausforderungen, Highlights und Lernerfahrungen vorgestellt:

  • „Ich war sehr kamerascheu, dadurch, dass ich mich auch gerne verhaspel, aber es ging. Es hat sehr Spaß gemacht. Immer schön laut und deutlich sprechen und einfach machen, nicht auf die Kamera achten.“
  • „Wie man vor der Kamera steht.“
  • „Welche Handyeinstellungen wichtig sind für’s gute Filmen.“
  • „Die Anleiterin hat mich gefilmt und unterstützt beim Filmen; so konnte ich meine Wirkung von außen betrachten.“
  • „Filmperspektive, worauf habe ich zu achten.“
  • „Halloweenparade – Ich guck mir die Aufnahmen noch heute gern selbst an.“
  • „Das Videoprojekt war super und ich würde es auf jeden Fall noch mal machen.“
  • „Mein Highlight war, selbst einen Film schneiden aus kurzen Videos.“

Zur möglichen Umsetzung eines Videoprojektes in der weiteren beruflichen Praxis gab es folgende Aussagen:

  • „Vielleicht ein Kurzfim mit Kindern.“
  • „In der Wohngruppe könnte ich es mir vorstellen, da es da ein großes Thema ist; ganz besonders youtube.“
  • „Ein Projekt gemeinsam mit den Kindern filmisch begleiten (Doku).“
  • „Kindertheater, Thema Nachhaltigkeit (Verwesung von Biomüll versus Plastik); Filmen wie etwas wächst; Abspielen von Kitaalltag führt dazu, dass die Kinder sich anders wahrnehmen können.“
  • „Thema: Umgang mit Medien.“
  • „Ziel: Werbung für Interessenten oder Thema: Kennenlernen einer anderen Kultur.“

Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs des Projektes und der zahlreichen positiven Rückmeldungen wird eine Fortsetzung geplant. Im Herbst 2020 wird weiteres Filmmaterial für die Länder Island, Frankreich und Schweden gesammelt, damit auch eine Vorstellung dieser Einrichtungen in Form von Filmen erfolgen und das Projekt in 2021 vervollständigt werden kann. Dieser Teil wird dann die dritte Generation Studierender der Fachschule für Sozialwesen partizipieren lassen und wir sind gespannt auf deren Aufnahmen und Aussagen.

 

Film in höherer Auflösung unter: Erfahrungen im pädagogischen Auslandspraktikum von Jürgen Kramss