Aktuelle Informationen aus dem Bereich Sozialwesen

 

 

Citybound-Seminar 2022 in Prag

Der Citybound in Prag 2022Die Gruppe beim Citybound in PragÜbung während des Citybounds in Prag

Vom 04. bis 08. April nahmen 32 angehende Erzieher*innen der Käthe-Kollwitz-Schule an einem erlebnispädagogischen Angebot des BSJ Marburg in Prag teil. Die Studierenden hatten jeden Tag die Möglichkeit gemeinsam als Gruppe, in Kleingruppen, paarweise und am Schluss alleine, ihre Komfortzone zu verlassen und verschiedene kooperative Spiele und herausfordernde Aktivitäten zu erleben. Begleitet wurde die Gruppe, die sich aus verschiedenen Klassen der Fachschule für Sozialwesen zusammensetzte, von drei Teamer*innen des BSJ sowie zwei Lehrkräften. Der Fokus der Aufgaben lag zum Einen in der Orientierung mit Stadtplan und öffentlichem Personennahverkehr, um so die Stadt ohne Handy zu erobern. Zum Anderen erprobten sich die Teilnehmer*innen darin Englisch zu sprechen oder sich gegebenenfalls mit Tschechen mit Händen und Füßen zu verständigen. Zugleich konnten die Studierenden die Erfahrung machen, wie es ist, in der Öffentlichkeit etwas Ungewöhnliches zu präsentieren und dadurch die Aufmerksamkeit fremder Menschen zu erregen, um eigene Hemmungen und Unsicherheiten abzubauen. Alle Studierenden mussten sich darauf einlassen, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten und z.B. in einer Gastfamilie in Prag zum Abendessen eingeladen zu sein. Im Sinne der doppelten Vermittlungspraxis machten die Teilnehmenden in dieser Fortbildung Erfahrungen mit eigenen Grenzen, Frustrationstoleranz und dem persönlichen Entwicklungspotential hinsichtlich eigener Schwächen, Stärken und individuellen Bewältigungsstrategien. In den intensiven Reflexionsphasen während der Fortbildung ging es um Selbstreflexion und um die professionelle Perspektive für die spätere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Teilnehmer*innen konnten viele Ängste und Bedenken, die im Vorfeld aufkamen, mit Spaß und Mut in Begeisterung verwandeln. „Wir sind über Grenzen hinausgewachsen, die wir vorher noch nicht kannten“, so die Teilnehmerin Rahel Rösler. Für 20 Studierende war die Woche in Prag eine Feuerprobe für ihr sechswöchiges Praktikum in verschiedenen europäischen Ländern im Herbst 2022.

(J.Veitengruber, April 2022)

Berufspraktikant*innen auf Exkursion


In Zeiten der Corona-Pandemie sind Besuche ausserhalb der Schule Seltenheit geworden. Im November und Dezember ‘21 standen jedoch die Inzidenzzahlen auf „grün“ und es ging endlich mal wieder hinaus.
Schauten wir uns am 9. November zunächst Bilderbücher für Kinder über die Judenvernichtung während der NS-Herrschaft an, so galt es nun die NS-Gedenkstätte von Euthanasieverbrechen in Hadamar zu besuchen. Christa Schreier, eine ehemalige Lehrerin der Käthe-Kollwitz-SchuleMarburg, führte uns durch die Räume, erzählte und beantwortete unsere Fragen. Wir sahen die Orte der Vernichtung, hörten von der Bürokratie der Tötungsmaschinerie und näherten uns eigenständig einzelnen Biografien von ermordeten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Wie muss Erziehung nach Ausschwitz sein?
Im Advent hatten wir noch drei Seminartage im Bonifatiushaus Fulda. Hier ergänzten wir unser Wissen zu Kommunikation, konnten alle noch offenen Fragen zur Rolle des Jugendamtes klären, lernten die engagierte Arbeit eines Mensch-Tier-Begegnungshofs kennen (ein Referent war Huhn) und erlebten interaktiv die Jugendkulturfabrik mit ihrer offenen Jugendarbeit. Das vorweihnachtliche Fulda machte es leicht, Distanz zum Erziehungsalltag zu gewinnen.
 
Besuch der Gedenkstätte HadamarDie Berufspraktikant*innen vor dem Bonifatiushaus in FuldaWorkshop mit Huhn in Fulda

Präsentationen zu Auslandspraktika in 5 europäischen Ländern an der Käthe-Kollwitz-Schule

Präsentation Auslandspraktika 2021Präsentation Auslandspraktika 2021

Im Dezember präsentierten 15 Studierende der Fachschule für Sozialwesen einem kleinen Kreis der Schulgemeinde in der Käthe-Kollwitz-Schule ihre mitgebrachten Erfahrungen von den sechswöchigen sozialpädagogischen Praktika im Ausland. Die Studierenden hatten ganz frisch ihre Praktika in Kindergärten und Grundschulen in Frankreich, Spanien, Finnland, Island und Lettland absolviert und berichteten sehr anschaulich und persönlich von ihren beruflichen und kulturellen Aktivitäten. Dabei waren nicht nur sprachliche Hürden und kultureller Perspektivwechsel ein Thema sondern auch neue pädagogische Ansätze, fremde Arbeitsstile und -konzepte sowie das Hineinfinden in ein internationales Team vor Ort. Bei allen Präsentationen wurden Highlights und Tiefpunkte beschrieben und die Zuhörer bekamen so einen vielseitigen, authentischen Eindruck von den unterschiedlichen Erlebnissen und dem beruflichem Alltag in den Praktikumsstellen der Länder. Alle bilanzierten die von Erasmus+ geförderte Ausbildungsmaßnahme als "absolut bereichernd" und "jedem zu empfehlen, auch wenn es mal Krisen und Durchhänget gibt“, so Ramona, die in Reykjavik war. Davon profitieren nun vor allem diejenigen Studierenden, die nächstes Jahr ins Ausland reisen wollen und so schon Informationen aus erster Hand erhalten haben, um sich gezielt für ein Praktikum bewerben und vorbereiten zu können.

Präsentation Auslandspraktika 2021Präsentation Auslandspraktika 2021

Text und Fotos: A.Hüther, Dez. 2021

Angehende Erzieher*innen erhalten Europass nach erfolgreichen Auslandspraktika

15 angehende Erzieher*innen erhielten im Januar nach erfolgreicher Absolvierung ihrer Auslandspraktika in frühkindlichen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen im europäischen Ausland den Europass-Mobilität als Auszeichnung.

Es geht wieder los ..... mit Erasmus+ ins Ausland

Nach 2 Jahren Corona-bedingter Pause können nun erstmals wieder 15 Studierende der Fachschule für Sozialwesen für berufliche Praktika ins Ausland reisen. Es war eine Zitterpartie bis zum Schluss, ob die Praktika möglich sein würden, aber jetzt kann es losgehen nach Valencia, Riga, Reykjavik, Phalsbourg und Tampere. Die angehenden Erzieher*innen im 2. Ausbildungsjahr werden für 6 Wochen im Grundschul- und Elementarbereich ihre beruflichen Erfahrungen und Fremdsprachkenntnisse erweitern, neue Eindrücke von frühkindlicher Pädagogik erhalten, institutionelle Rahmenbedingungen und Konzepte kennenlernen, auch in der Freizeit Land und Leute erkunden. In den letzten Wochen haben sie sich dafür in der Auslands-AG "Diversität und Identität" sowie im transkulturellen Vertiefungsfach persönlich, fachlich und kulturell vorbereitet. Auch ein erfahrungsbasiertes City-Bound-Seminar ermöglichte die individuelle Auseinandersetzung mit eigenen Grenzen und fremden Situationen. Alle sind nun erleichtert, dass die Unterkunftssuche erfolgreich lief, notwendige Formalitäten erledigt sind und es endlich mit den Tickets in der Tasche losgeht. Über den Online-Linguist Support, den Englisch- und Spanisch-Unterricht haben sich die Studierenden auf die Arbeitssprachen in den jeweiligen Einrichtungen vorbereitet, wenngleich in der interkulturellen Kommunikation sicher auch weitere Herausforderungen zu bewältigen sind. Die Produktion der Filme für die Homepage der Käthe-kollwitz-Schule wird für die Länder Island und Frankreich dieses Jahr fortgesetzt, so dass auch für diese Einrichtungen für die zukünftigen Generationen anschauliche Informationen verfügbar sind. Mit viel Vorfreude und Neugier reisen die Studierenden in den nächsten Wochen los und wir sind gespannt, mit welchen Erfahrungen sie wiederkommen.

A.Hüther, Oktober 2021

Auslandspraktikum 2021 in IslandAuslandspraktikum 2021 in Spanien

Auslandspraktikum 2021 in FrankreichAuslandspraktikum 2021 in Lettland